Hautalterung und was Sie dagegen machen können- Tipps von Hautarzt Dr. Barbara Franz aus Wien

Im Laufe des Lebens- wir wissen es alle nur zu gut- verändert sich unsere Haut. Leider nicht immer zum Vorteil. Falten, große Poren und Pigmentflecken sind meist Folgen von Sonne, Nikotin, Umweltverschmutzung und Stress.

Warum altert unsere Haut?

Nach heutigen wissenschaftlichen Erkenntnissen ist der Alterungsprozess des menschlichen Körpers nicht nur genetisch vorbestimmt.
So kann durch achtsame Lebensweise, ausgewogene, gesunde Ernährung, sportliche Aktivitäten und spezielle Cremen dem Entstehen von Falten aber auch Altersflecken entgegengesteuert werden.
Die Hauptursachen für die Hautalterung sind eine Verdünnung der Haut- also Abnahme von Elastin, Kollagen, Eiweiß und Hyaluron.
Auch der Fettgewebsanteil der Haut sinkt, wodurch so manches Gesicht „eingefallen“ wirkt.

Der Hautalterungsprozess lässt sich generell in 4 Phasen gliedern:

Hautalterung 1.Phase:

Beginn ab 25 Jahren, die Haut wird weniger durchblutet. Dadurch verlangsamt sich die Zellerneuerung und auch Schlackstoffe können nicht mehr ausreichend abtransportiert werden, reichern sich an und geben dem Äußeren ein fahles Hautbild.

Hautalterung 2. Phase:

Ab dem 35. Lebensjahr sinkt auch die Talgdrüsenproduktion, was den Vorteil hat, dass zumeist in diesem Alter kaum mehr Pickel entstehen, allerdings unsere Haut spürbar trockener wird. Kleine Fältchen um Augen und Mund werden erstmals sichtbar.

Hautalterung 3. Phase:

Im Alter von 45 Jahren kommen bereits Vorboten der bevorstehenden Wechseljahre hinzu. Der Hormonspiegel, von Östrogen und Progesteron bestimmt, beginnt allmählich abzusinken. Die Haut wirkt dünner, wirkt fahler. Hier sind die Bereiche Hals und Dekolleté nun mitbetroffen, der Kollagengehalt sinkt weiter ab, die Fältchen um Augen und Mund werden zu Linien, auch dehnen Sie sich weiter aus.

Hautalterung 4. Phase:

Ab ca. 55 ist der Fettgewebsanteil unter der Haut, der für pralle, gesunde Haut und „Aufpolsterung“ sorgt, auf ein Minimum reduziert, die Hautstruktur wirkt dünn, trocken und unelastisch. Kein Wunder- kollagene und elastische Fasern sind kaum mehr vorhanden, auch die Talgdrüsenproduktion ist nun deutlich reduziert. Insgesamt ist die Haut nun trocken, fahl und dünn. Direkt unter der Haut liegende Blutgefäße sind von außen oft deutlich erkennbar. Spuren von über Jahrzehnte einwirkender Sonne zeigen zudem dunkle, braungraue Altersflecken.

Anti-Aging-Tipps:

  • Sportliche Aktivitäten helfen nicht nur, Körper (Vorbeugung gegen Muskelabbau) und Seele in Schwung zu halten, sondern verbessern Hautdurchblutung und so Zellerneuerung.
  • Da vor allem Reparatur- und Zellerneuerungsprozesse vorwiegend im Schlaf stattfinden, ist erholsamer und ausreichender Schlaf das Um und Auf des Anti-Agings!
  • Ausreichend Flüssigkeit (2-3 l Wasser/Tag), wenig (rotes) Fleisch sowie regelmäßig Fisch (Omega 3-Fettsäuren) und viel Hülsenfrüchte (Erbsen, Bohnen, Linsen) zu sich nehmen, sorgt für die Schönheit von innen und wirkt wie ein Jungbrunnen.
  • Man ist schließlich, was man isst!
  • Aber vor allem der konsequente Lichtschutzfaktor (UVA/UVB in hohem Maße) ist für mich als Dermatologin unverzichtbar!

Eine bewährte Anti-Aging-Behandlung mit Maximal-Effekt ist das Microneedling mit dem DermaPen.