Die menschliche Haut

Alles, was Sie schon immer einmal wissen wollten!

Wissenswertes zum Thema Haut

Die Haut ist das größte Organ des menschlichen Körpers. Sie besitzt eine Gesamtfläche von 1,5-2 Quadratmeter und kann bis zu 10 Kilogramm auf die Waage bringen. Sie fungiert als äußere Begrenzung des Menschen zu seiner Umwelt und hat unterschiedliche Erscheinungsbilder. Fast 96 Prozent der Körperfläche wird von der Felderhaut umgeben. Feine Furchen sorgen für einen polygonalen, also einen vieleckigen, Verlauf. Dieser ist bei jedem Menschen individuell. Aus den Furchen entspringen Haaransätze und verschiedene Arten von Drüsen. An den Fingern, den Handinnenflächen und den Fußsohlen liegt die raue Leistenhaut, die entsprechend 4 Prozent der Körperoberfläche ausmacht. Aufgrund ihres großen Anteils wird im Folgenden der Fokus auf die Felderhaut gerichtet.

Welche Funktionen hat die Haut?

Die wichtigste Funktion der Haut ist Schutz. Als Teil des Immunsystems bildet sie eine Barriere, die das Eindringen von Bakterien, Viren und anderen Krankheitserregern erschwert. Gleichzeitig reguliert sie die Abgabe von körpereigenen Substanzen. Außerdem schützt die Haut das Körperinnere vor mechanischen Einwirkungen, wie beispielsweise Schlägen oder Stichen. Darüber hinaus hält sie schädliche UV-Strahlung ab und produziert Vitamin D unter Einfluss von Sonnenlicht. Dies unterstützt die Kalziumaufnahme im Körper, was das Wachstum und den Erhalt von Zähnen und Knochen begünstigt. Auf dem Großteil der Hautoberfläche befinden sich Talgdrüsen. Dabei handelt es sich um exokrine Drüsen, die Talg, eine Mischung aus verschiedenen Fetten, nach außen abgeben. Dieses Sekret hält die Haut geschmeidig und verhindert die Austrocknung des Körpers. Zusätzlich schützt Talg vor Hautkrankheiten, Krankheitserregern und Chemikalien. Abschließend ist zu erwähnen, dass die Haut das wichtigste Sinnesorgan des Menschen ist. Über Rezeptoren an der Hautoberfläche werden Reize in kürzester Zeit aufgenommen und anschließend weitergeleitet.

Wie ist die Haut aufgebaut?

Die Haut ist zwischen einem und drei Millimeter dick und besteht aus drei Schichten mit unterschiedlichen Funktionen. Die oberste Schicht heißt Epidermis oder auch Oberhaut. Sie besteht aus einem mehrschichtigen, verhornten Plattenepithel. Die Zellen der Epidermis werden ständig erneuert, so dass der Verlust von oberflächlichen, toten Zellen keine negativen Auswirkungen hat. Neben der Produktion von neuen Zellen sorgt die sogenannte Oberhaut für den Austausch von Nähr- und Abfallstoffen. Interessant ist, dass sie keine Blutgefäße enthält. Unterhalb dieser Schicht befindet sich die Dermis, oder auch Lederhaut genannt. Dabei handelt es sich um Bindegewebe, das sich bis zum subkutanen Fett erstreckt. Die Hauptkomponenten sind Fibroblasten, Kollagenfasern sowie elastische Fasern. Sie sorgen für eine kräftige, aber gleichzeitig auch elastische Haut. In der Dermis befinden sich verschiedene Arten von Drüsen. Für die Entstehung von Pickeln sind hauptsächlich die Talgdrüsen verantwortlich. Durchschnittlich befinden sich fast 100 Stück pro Quadratzentimeter auf der Haut. Sie sind am aktivsten im Gesicht sowie im Brustbereich und sind in der Regel an Haare gebunden. Daneben gibt es noch Schweißdrüsen und apokrine Drüsen. Die unterste Hautschicht wird auch Subkutis genannt. Sie besteht aus lockerem Bindegewebe und einem großen Fettgewebsanteil. Diese Schicht schützt das Körperinnere und leistet einen wichtigen Beitrag zur Wärmeerhaltung.

Wie und warum verändert sich unsere Haut?

Sowohl externe als auch interne Faktoren sorgen täglich für hohe Belastungen der Haut, was ihr Gleichgewicht durcheinanderbringen kann. Deshalb verändert sie sich über den kompletten Lebenszyklus hinweg. Dieser stetige Prozess sticht erstmals mit dem Eintritt in die Pubertät besonders ins Auge. Mit dem Beginn dieses Lebensabschnitts leiden circa 85 Prozent der Bevölkerung an Akne, einer Hauterkrankung, die von Mitessern und Pickeln gekennzeichnet ist. Diese Krankheit wird unter anderem begünstigt durch Veränderungen des Hormonhaushalts, Zucker und UV-Strahlung. In der Regel erfährt sie einen Rückgang ab dem 20. Lebensjahr, allerdings kann die Erkrankung in milder Verlaufsform auch noch in höherem Alter auftreten. Auslöser für die Entstehung von Pickeln und Mitessern ist eine Überproduktion der Talgdrüsen. Der vermehrte Talg in Kombination mit abgestorbenen Hautzellen führt zur Verstopfung der entsprechenden Drüsen. Dadurch entzündet sich die betroffene Stelle, was einen idealen Nährboden für Bakterien schafft. Daraus resultieren rote Flecken mit einer eitrigen Mitte.

Durch stetige Belastungen kann es jedoch auch zu anderen Veränderungen der Haut kommen, beispielsweise physikalische Hautschäden, Intoleranzen oder Autoimmunerkrankungen.

Mit dem Alter nimmt die Anzahl der Kollagen- und elastischen Fasern ab. Damit einher geht ein Verlust an Feuchtigkeit und Spannkraft, was zur Faltenbildung führt.

Oftmals treten Hautveränderungen aufgrund einer Kombination von verschiedenen Faktoren auf. Im Folgenden soll der Einfluss des externen Faktors Stress auf die Entstehung von Pickeln genauer unter die Lupe genommen werden.

Wie kann Stress unsere Haut verändern?

Wie bereits angedeutet, können milde Formen von Akne auch im späteren Alter noch auftreten. Ein begünstigender, externer Faktor für Pickel und Mitesser kann Stress sein. In stressigen Situationen werden vermehrt die Hormone Cortisol und Adrenalin ausgeschüttet, welche die Talgproduktion der Drüsen verstärken. Gleichzeitig senkt ihre Produktion die Hautschutzbarriere, wodurch die Ansiedlung von Bakterien begünstigt wird. Dadurch wird ein entzündungsförderndes Milieu geschaffen und es kann zur Pickelbildung kommen. Der Prozess tritt besonders bei langanhaltenden Anspannungsphasen auf. Darüber hinaus setzt chronischer Stress die Fähigkeit zur Wundheilung herab, was mit längeren Entzündungsphasen einhergeht. Neben Stress spielen auch falsche Ernährung und ein schwankender Hormonspiele oftmals eine große Rolle.

Was kann gegen Stresspickel helfen?

Zunächst ist wichtig, dass die Pickel nicht ausgedrückt werden sollen. Durch verunreinigte Fingernägel können die Bakterien weiter verteilt und die Entzündungen verschlimmert werden. Zur sofortigen Symptomlinderung empfehlen sich Hausmittel, wie zum Beispiel Cremes mit Teebaumöl oder Apfelessig. Um unangenehme Hautveränderungen langfristig zu beseitigen, sollte man sich zunächst über mögliche Ursachen Gedanken machen. Könnte die Hauptursache Stress sein, empfiehlt es sich, diesen bestenfalls sofort zu reduzieren. Natürlich ist das in vielen Fällen schwer umzusetzen, weshalb es sich im zweiten Schritt empfiehlt, einen Spezialisten zu kontaktieren. Dermatologen haben tagtäglich mit verschiedensten Hautveränderungen zu tun und können Sie sicherlich bei Ihrem Problem unterstützen. Bei Fragen rund um das Thema Akne oder einem Behandlungswunsch, kontaktieren Sie mich gerne.