Tageslicht-PDT gegen aktinische Keratose und sonnenlichtgeschädigte Haut

Daylight PDT- Tageslicht PDT Wien bei Hautarzt Dr. Barbara Franz

Alles auf einen Blick

Die Behandlungsdauer der Tageslicht-PDT beträgt cca. 20- 30 Minuten. Nachher sollte sich der Patient binnen 30 Minuten in die Freie aufhalten (bei mindestens 10 Grad, am besten von März bis Oktober) wo er die nächsten zwei Stunden verbringen sollte. Nachher begibt sich der Patient nach Hause wo er die Cremereste mit lauwarmen Wasser abwäscht und die von mir verschriebene Salbe aufträgt- zweimal täglich für 7 Tage.

Bei der Daylight PDT werden die zu behandelnden Areale mit einem Lokalanästhetikum unterspritzt.

Nach einer PDT-Lichttherapie sollten in den ersten 48 Stunden direkte Sonne, sowie das Auftragen von Cremes (außer sie wurden verschrieben) gemieden werden. Außerdem sollten die behandelten Areale in den nächsten 3 Monaten keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

2 Tage nach einer Photodynamischen Therapie mit Tageslicht kommt es zur einer Rötung, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand. Als nächstes folgt eine Krustenbildung über 10-14 Tage, doch nach dem Abfall der Krusten kommt eine frische Haut zum Vorschein.

Nach Abfall der Krusten erkennt man eine frische, neue Haut, die noch über einige Wochen gerötet sein darf- raue Stellen sollten deutlich reduziert oder ganz weg sein. Eventuell kann eine Nachbehandlung nach 4 Wochen  notwendig sein (je nach Tiefe und Ausdehnung der aktinischen Keratose).

Bei der Tageslicht-PDT kann man mit Langzeitergebnisse rechnen: sehr viele aktinischen Keratosen heilen nach der Behandlung komplett ab.

Daylight PDT

Wann genau hilft diese neue Therapie?

Schäden durch UV-Strahlung, welche vor Jahren entstanden sind, kommen oftmals erst mit langer Verzögerung zum Vorschein. Auf der Hautoberfläche machen sie sich demnach erst viel später bemerkbar, auch wenn Sie sich starker Sonnenstrahlung nicht mehr aussetzen oder in den Folgejahren aktiv davor schützen.

Im Wesentlichen treten die Hautänderungen an den sogenannten Sonnenterrassen des Gesichts (Unterlippe, oberer Ohrenbereich, Nase, Stirn, Glatze) in Erscheinung, jedoch auch an den Schultern, Dekolleté, Unterarmen und Handrücken. Solche Sonnenschäden erkennen Sie daran, dass sich die Haut schuppig, rau oder krustig anfühlt. In diesem Fall ist es äußerst wahrscheinlich, dass Sie von einer aktinischen Keratose (AK) betroffen sind.

Die Therapie von Hautkresbvorstufen 

Aktinische Keratose als Vorbote von Weißkrebs

Das Tückische an aktinischer Keratose ist, dass Betroffene in seltenen Fällen Beschwerden aufweisen. Doch aktinische Keratosen heilen nicht von allein und sind eine Vorstufe von weißem Hautkrebs. Unbehandelt können sie sich nach gewisser Zeit zu einem bösartigen Stachelkrebs entwickeln, welcher auch metastasieren kann. Wird eine aktinische Keratose dermatologisch rechtzeitig behandelt, kann dessen Umwandlung in Weißkrebs (Plattenepithelkarzinom) verhindert werden. Behandeln lässt sie sich auf verschiedene Arten. Neben den abtragenden und operativen Verfahren wie Kyro-, Lasertherapie, Kürettage, chemische Peelings und Cremes, hat sich insbesondere die photodynamische Therapie mit Tageslicht bewährt.

Wirksamkeit der Tageslicht-PDT

In aktuellen Empfehlungen kommen diverse Expertengruppen zu dem Ergebnis, dass eine Photodynamische Therapie mit Tageslicht geeignet ist, um Patienten mit multipler aktinischer Keratose zu behandeln. In unterschiedlichen Untersuchungen zeigte eine Behandlung mit Tageslicht-PDT vergleichbare Resultate wie eine Behandlung mit herkömmlicher PDT. Die Abheilungsrate einer Studiengruppe lag bei 70 bis 90 Prozent, jedoch bei deutlich weniger Schmerzen. Bereits seit 2015 ist die Tageslicht-PDT für die klinische Anwendung zugelassen. 

Dr. Barbara Franz- Ästhetische Dermatologie in WIen

Die Tageslicht PDT gegen aktinische Keratosen

Häufigkeit und Anzeichen einer aktinischen Keratose

Aktinische Keratosen stehen für den dritthäufigsten Grund, weshalb Patienten einen Dermatologen aufsuchen. Ferner gelten sie als die am weitesten verbreitete Vorstufe von weißem Hautkrebs. Dieser ist wiederum die häufigste Form von bösartigen Hauttumoren und tritt hierzulande jährlich bei ca. 328 von 100.000 Menschen auf.

Weil aktinische Keratosen die Folge langfristiger UV-Strahlung sind, kommen sie vor allem bei älteren Menschen vor. Unter den 60- bis 70-jährigen Deutschen leiden rund zwölf Prozent darunter, wobei Patienten mit Immunsuppression noch häufiger betroffen sind.

Europaweit weist Schätzungen zufolge jeder zweite über 60-jährige mindestens eine derartige Hautveränderung auf. Doch sie ist immer häufiger bereits bei jungen Menschen zu beobachten, die der Sonne privat oder beruflich häufig ausgesetzt sind.

Aktinische Keratosen zeigen sich zu Beginn meist mit rötlich-braunen, rötlichen oder hautfarbenen Stellen mit weißlicher, leichter Schuppung. Diese Verhornung oder Schuppung nimmt im Verlauf zu, weshalb sich die Haut zunehmend hart und rau anfühlt.

Oftmals vergrößern sich die ovalen oder runden Stellen von zunächst nur wenigen Millimetern auf mehrere Zentimeter. Die Umrisse können sowohl scharf begrenzt wie auch unregelmäßig sein. Nicht selten treten an den Lippen wunde, offene Stellen auf.

Vorteile für Sie als Patient

Daylight PDT

Was ist die Photodynamische Therapie mit Tageslicht?

Die Photodynamische Therapie mit Tageslicht (daylight PDT) ist eine spezielle Lichtformtherapie, die zur Behandlung oberflächlicher Tumoren wie eben die aktinische Keratose eingesetzt wird. Hierbei wird auf das Tumorgewebe eine lichtsensibilisierte Substanz aufgetragen. Diese Substanz reichert sich in den Tumorzellen im Vergleich zu normaler Haut um das 10-fache höher an.

Im Anschluss an die Einwirkzeit werden die betroffenen Hautareale für 2 Stunden dem Tageslicht ausgesetzt. Dies führt dazu, dass die Substanz aktiviert wird und die Tumorzellen abgestoßen und gezielt zerstört werden.

Nach etwa 3 Monaten stellt sich das Endergebnis ein. In aller Regel hält der Erfolg einer Tageslicht-PDT mehrere Jahre an. Dies hängt jedoch von Ihrem Lebensstil und vor allem von der Frage ab, wie häufig Sie sich der Sonne aussetzen.

Die Vorteile der PDT mit Tageslicht

Vergleich zwischen Tageslicht-PDT und konventioneller Rotlicht-PDT

Bislang erfolgte die Behandlung von weißem Hautkrebs oftmals mit der konventionellen PDT, die sich starken Rot-Strahlern bedient. Diese Behandlung erweist sich zwar ebenfalls als äußerst effektiv, jedoch aufgrund der Aufnahme von Cremes mit Aminolävulinsäure (ALA) auch an Nervenenden als schmerzhaft.

Tageslicht-PDT bietet im Vergleich dazu die gleichen Resultate, verursacht allerdings kaum Schmerzen. Da die Bestrahlung sofort nach dem Auftragen der Creme begonnen wird, wird die ALA-Substanz unmittelbar nach dem Eindringen in die Zellen durch das Sonnenlicht verbraucht, ehe diese an die Nervenendigungen gelangen kann.

Die schonende Photodynamische Therapie mit Tageslicht hat ferner den Vorteil, dass sie die Möglichkeit einer wiederholten Durchführung bietet, ohne dass gesundes Körpergewebe beschädigt wird. Zudem stellt diese Tageslicht-PDT neben der Behandlung und Vorbeugung von Hautkrebs auch bei weiteren Tumoren wie oberflächlichen Basalzellenkarzinomen oder Morbus Bowen eine Behandlungsalternative dar. Auch wird PDT zur Hautverjüngung eingesetzt.

Daylight PDT- die effektive Behandlungsmethode

Wie läuft die Behandlung ab?

1. Morgendliches Auftragen einer “chemischen” Sonnenschutzcreme mit hohem Lichtschutzfaktor (50+), welche mindestens 15 Minuten einwirken sollte.
2. Desinfizierung gefolgt von der Unterspritzung der zu behandelnden Areale mit einem Lokalanästhetikum und Vorbehandlung dieser Stellen mit dem fraktionierten CO2 Laser. 
3. Auftragen der ALA-Creme in einer ungefähr ein Millimeter dicken Schicht mit einem Handschuh oder Spatel.
4. Binnen 30 Minuten begibt sich der Behandelnde für ca. 2 Stunden ins Freie und hält sich an der Sonne oder im Halbschatten (mind. +10 Grad C, ab März bis Oktober) auf.
5. Anschließend werden die Cremereste vom Patienten mit lauwarmem Wasser abgewaschen.
6. Auftragen der von mir verschriebenen Salbe zweimal täglich für 7 Tage.
7. Auftragen von Lichtschutzmitteln.
8. Für 48 Stunden ist die Sonne zu meiden.
9. Nach 4 Wochen wird eine klinische Kontrolle in der Praxis durchgeführt und ggfs. eine zweite Behandlung. 

Wichtige FAQ’s zu Daylight PDT

Vor der Durchführung der Tageslicht-PDT ist morgens Lichtschutzfaktor 50 auf alle zu behandelnden Areale aufzutragen. 

Es wird ein Termin zur Nachuntersuchung vereinbart, um die Behandlungsergebnisse zu überprüfen. 

Für 48 Stunden ist das Sonnenlicht zu meiden und eine Kopfbedeckung zu tragen. Die behandelten Areale sollten in den nächsten 3 Monaten keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt werden.

Während der zweistündigen Lichttherapie sind leichte Schmerzen nicht gänzlich ausgeschlossen. Nach der Behandlung ist mit einer leichten Rötung um die Einstichstellen für 2 Tage und einer Krustenbildung und Abfall der Krusten nach 10-14 Tagen zu rechnen. Danach kann eine Reströtung über mehrere Wochen bemerkbar sein, bis sich die neu gebildete Haut an die Umgebung angepasst hat. Sehr selten kann es zu Hämatomen durch das Einspritzen des Lokalanästhetikums kommen.

Daylight PDT ist sicherlich eine der erfolgversprechendsten Behandlungsformen der aktinischen Keratose. Die Behandlung ist nahezu vollkommen schmerzfrei.

Stellen Sie an der Hautoberfläche rötliche oder hautfarbene sowie schuppige, raue und fest haftende Stellen fest, sollten Sie zeitnah einen Dermatologen aufsuchen. Wird eine aktinische Keratose festgestellt, kann Ihnen eine Photodynamische Therapie mit Tageslicht empfohlen werden. Der ideale Zeitpunkt für die effektive Behandlung ist ab März bis Oktober- es muß allerdings eine Temperatur über 10 Grad herrschen.

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